Umweltplakette - Die Umweltplakette dient zur aktiven Reduzierung der Schadstoffbelastungen städtischer Regionen

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Umweltplakette

Umweltplakette Zur aktiven Reduzierung der Schadstoffbelastungen städtischer Regionen, wurde ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge erlassen, welche bestimmte Schadstoffkriterien nicht erfüllen. Zu diesem Zweck kam es zur Einrichtung von sog. Umweltzonen, in welche lediglich Kraftfahrzeuge einfahren dürfen, die bestimmte Emissionskriterien erfüllen, also zur Schadstoffbelastung nicht oder nur in geringem Maße beitragen.

Hauptgrund für die Einführung dieser neuen Verordnung waren erheblich gestiegene Schadstoffbelastungen in den Ballungsgebieten durch Stickoxide und Feinstaub.

Die Kennzeichnung von Umweltzonen erfolgt durch neuartige Hinweisschilder, welche den Status der jeweiligen Zone erkennen lassen. Nur diejenigen Fahrzeuge dürfen einfahren, welche eine entsprechende Umweltplakette besitzen. Den Grad der Umweltzone legt eine Farbcodierung der zugelassenen Plaketten fest.

Obwohl eigentlich vier Schadstoffklassen existieren, gibt es nur drei Umweltplaketten. Die Farbcodierung beginnt bei rot als Plakettenfarbe der schlechtesten kennzeichenbaren Schadstoffklasse. Gelbe Plaketten zeigen einen mittleren Schadstoffausstoß an. Sowohl rote als auch gelbe Umweltplaketten sind ausnahmslos für Dieselfahrzeuge bestimmt.

Kraftfahrzeuge mit Ottomotor erlangen in Abhängigkeit ihrer Schadstoffklasse entweder keine (schlechteste Norm) oder aber eine grüne Plakette (beste Norm).

Die Erteilung einer Umweltplakette hängt also von der Antriebsart und der Schadstoffemission eines Fahrzeuges ab. Da es messtechnisch zu aufwändig wäre, alle Kraftfahrzeuge zur Erlangung einer Plakette zu überprüfen, geschieht die Zuweisung einer Plakettenfarbe indirekt über die Schadstoffklassen-Nummer im Fahrzeugschein oder Fahrzeugbrief. Umweltplaketten können über die technischen Prüforganisationen oder aber auch über das Internet bezogen werden. Letzterer Weg steht dabei aber in der Kritik einer möglichen Manipulation.

Die Plaketten werden mit dem amtlichen Kennzeichen beschriftet und hinter der Frontscheibe gut sichtbar aufgeklebt. Obwohl es keine generelle Pflicht zum Erwerb einer Umweltplakette gibt, lohnt sich deren Anschaffung jedoch auf jeden Fall, da im Laufe der Zeit immer ausgedehntere Umweltzonen eingerichtet werden und Geldbußen die Folge einer Missachtung von Einfahrtverboten sind.

Die Voraussetzungen für die Erteilung einer Plakettenfarbe sind sehr mannigfaltig und hängen auch von bestimmten Schlüsselnummern entsprechend des Fahrzeugscheines ab. Es existieren ebenfalls diverse und teils undurchsichtige Ausnahmeregelungen, so dass unter gewissen Voraussetzungen selbst Fahrzeuge in eine Umweltzone einfahren dürfen, welche die Emissionsvorgaben nicht erfüllen. Darunter fallen unter anderem Motorräder und Oldtimer. Es mehren sich in diesem Zusammenhang Stimmen, welche sich kritisch über die Vielzahl an Ausnahmeregelungen und Sonderverordnungen äußern.